Wachs

Zur Geschichte von Wachs und Kerze

Das Wort „Wachs“ ( indogermanisch „ueg“ ) bedeutet „Weben oder Gewebe“, also „das von den Bienen gewebte“. Die Arbeitsbienen produzieren das Wachs in ihren Wachsdrüsen. Frisch produziertes Bienenwachs ist schneeweiß, später verfärbt es sich hellgelb bis dunkelgelb. Wachs-, Honig-, Propolis- und Pollenaromastoffe verleihen dem Bienenwachs seinen angenehmen Duft.

kerzen

Bereits in Ägypten wurde Wachs für die verschiedensten Zwecke verwendet, insbesondere bei der Mumifizierung Verstorbener sowie zu Beleuchtungszwecken, jedoch nicht in Form der uns bekannten Kerze mit einem Baumwolldocht als Brennschnur.

Aus der Antike sind Schreibtafeln, kleine Skulpturen, Masken und Amulette aus Bienenwachs überliefert. Das Wachstafelbuch oder Diptichon (zweiteilig), Triptichon (dreiteilig) wurde im Mittelalter benutzt. In eine auf Holzplatten aufgetragenen schwarzen Schicht aus Bienenwachs wurde mit dem Griffel (Stilus) geschrieben. Bei Bedarf wurde die Schrift durch Glätten wieder gelöscht.

Wachstafeln dienten im Schulbetrieb und in Klöstern als Schreibtafel, Luxusexemplare wurden bei der hl. Messe benutzt.

Wachs entwickelte sich zum puren Luxus. Mit Bienenwachs wurden nicht nur Pachtgebühren, Maut und Steuern beglichen, es galt, neben dem Metallgeld, als vollgültiges Zahlungsmittel und begehrtes Tauschobjekt.

Rezept mit Bienenwachs:

Kosmetische Creme mit Bienenwachs
10 g Bienenwachs
15 g Kakaobutter
100 ml Jojobaöl
einige Tropfen Duftöl ( z.B. Rosenöl )
Laborglasbecher
Glasstab oder Spatel
Salbendosen oder Tiegel

Erwärmen Sie das Öl im Wasserbad vorsichtig auf 65 °C und lösen Sie Wachs und Kakaobutter in kleineren Stücken darin auf. Zum Schluss mischen Sie das Duftöl darunter und füllen Sie es in dicht schließenden Behältern ab.

Literaturempfehlung zum Thema „Bienenwachs“:
Bienenwachs: Gewinnung, Verarbeitung, Produkte
Von Armin Spürgin, Ulmer Verlag